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Seismograph des Hörspiels – Geschichte des Hörspiel des Monats

Im November 2017 ist die Geschichte des Hörspiel des Monats erschienen:

Baggert, Christoph, Deutsche Akademie der darstellenden Künste (Hrsg.): Seismographie des Hörspiels 40 Jahre Hörspiel des Monats 1977–2017 30 Jahre Hörspiel des Jahres 1987–2017. 2017

Darin ist auch ein Beitrag von oder zu Karl-Heinz Bölling enthalten. Sein Hörspiel Rutscher war im Januar 2000 Hörspiel des Monats.

Mehrere hundert Produktionen wurden in den vergangenen Jahrzehnten ausgezeichnet, von jährlich wechselnden Jurys, die sich aus Publizist/innen und Kritiker/innen zusammensetzten. Das Prinzip des kontinuierlichen Wechsels sorgte für ständige, häufig kontrovers, aber immer produktiv geführte Diskussionen zur Qualität von Stücken, zu den Kriterien der Beurteilung künstlerischer Radio-Produktion und auch zu den Entscheidungen der Jury.

Quelle: belleville Verlag Michael Farin – Verlagsankündigung

Michael Farin hat zum Thema für den BR ein Feature produziert: Seismografie des Hörspiels: Dreißig Jahre: „Hörspiel des Jahres“. BR 2017 52’30 Min.

Dazu gibt es noch ein Gespräch mit Michael Farin: Preiserfindung. Wie das „Hörspiel des Monats“ entstand.

Beide Sendungen sind noch zum Download angeboten.

„Die Sonne ist nicht mehr dieselbe“ – Ruhrgebiets Hörspiele 1960-1990

In der DVD-Edition „Die Sonne ist nicht mehr dieselbe“ – Ruhrgebiets Hörspiele 1960-1990 der Literaturkommission für Westfalen ist auch das Hörspiel von Karl-Heinz Bölling Die Entlassung enthalten.

Im Kulturhauptstadtjahr 2010 richteten sich alle Scheinwerfer auf das Ruhrgebiet. Davon profitierten die Kunst und auch die Literatur. Das Ruhrgebietshörspiel blieb jedoch weitgehend außen vor. Diese Lücke möchte die vorliegende Edition schließen. Sie präsentiert stilbildende und exemplarische Ruhrgebietshörspiele aus den Jahren 1960 bis 1990. Die WDR-Produktionen spiegeln seit den 1950er Jahren den kulturellen Wandel des Ruhrgebiets wie wenige andere Medien wider.

Quelle: LWL-Literaturkommission für Westfalen-Lippe – Information

Walter Gödden / Steffen Stadthaus (Hrsg.): „Die Sonne ist nicht mehr dieselbe“ – Ruhrgebiets Hörspiele 1960-1990. Literaturkommission für Westfalen (umfasst 39 Hörspiele).

Man kan die DVD-Edition wohl nur direkt bei der Literaturkommission für Westfalen beziehen.

Rezension zur Edition von Werner Streletz auf Revierpassagen.

Fritz und Willi: Hörspiel zum Download (WDR3)

WDR3 bietet das Hörspiel „Fritz und Willi“ von Karl-Heinz Bölling noch zum Nachhören und Download an.

Den Glauben an die Menschheit hat Fritz längst verloren. Er glaubt nicht an das Gute, denn der Mensch hat noch zu viel vom Affen in sich. Überhaupt wäre es manchmal besser, gewisse Zeitgenossen würden sich einfach auflösen. Enzo zum Beispiel! Dessen Verschwinden ist allerdings eher die Folge von zwei gezielten Schüssen. Willi hat ihn umgebracht, aus Eifersucht, die Waffe hat er von Fritz.

Quelle: Hörspielinformation zu „Fritz und Willi“ – WDR3

19.11.2017 – Fritz und Willi (WDR3)

Hörspiel von Karl-Heinz Bölling WDR 2007. 53 Min. Regie: Georg Bühren.

Den Glauben an die Menschheit hat Fritz längst verloren. Er glaubt nicht an das Gute, denn der Mensch hat noch zu viel vom Affen in sich. Überhaupt wäre es manchmal besser, gewisse Zeitgenossen würden sich einfach auflösen. Enzo zum Beispiel! Dessen Verschwinden ist allerdings eher die Folge von zwei gezielten Schüssen. Willi hat ihn umgebracht, aus Eifersucht, die Waffe hat er von Fritz. Auch der gesteht einen Mord, aber das spielt schon fast keine Rolle mehr, denn die große Auflösung hat längst begonnen.

Quelle: Hörspielinformation WDR3

02.08.2017: Tschaikowsky oder Eine alleinstehende Frau in ihrer schönen Wohnung (DFK)

Hörspiel Deutschlandradio Berlin 2000 52 Min. Autor: Karl-Heinz Bölling. Regie: Heidrun Nass.

Er bringt ihr den bestellten Fernseher. Einige Tage später soll er das ungebildete Gerät wieder abholen.

Sie unterhält sich nämlich lieber mit ihm, dem Lieferfahrer, über dies und das, Klos und Vulkane, die Bedeutung der Sprache für die Ehe und darüber, wie schwierig es heutzutage ist, ein kultiviertes Gespräch zu führen, zum Beispiel über Tschaikowsky. Apropos: ein verschwitzter Russe platzt in die Unterhaltung, will gleich sein Hemd ausziehen und im Schlafzimmer komponieren.

Quelle: Hörspielinformation Deutschlandfunk Kultur

30.07.2017: Mahler zu Besuch (HR2)

Hörspiel von Karl-Heinz Bölling. HR 2015 70 Min. Regie: Silke Hildebrandt.

Eine Komödie ist nicht gleich eine Komödie. So wie tot sein auch nicht gleich für immer ist – zumindest nicht bei Karl-Heinz Bölling, dessen neuestes Stück sich zu seinem bisherigen Werk verhält wie die Marx Brothers zur Comedy: Die Subversion ist total und unterminiert schlichtweg alles. Ein kleiner Stich in den Finger, und plötzlich ist die „Große Welt“ in Gestalt von Gustav Mahler zu Gast bei Hans und seiner Frau.

Quelle: Hörspielinformation ARD

Mit: Martin Engler, Traute Hoess, Markus Scheumann, Wilfried Hochholdinger